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By 31. März 2017Termine

In der kalten Jahreszeit wird immer wieder heiß diskutiert, ob das Eindecken von Pferden Sinn macht. Ein paar Informationen die nützlich sind:

Eiskalt erwischt?

Es gibt Fälle, da brauchen Pferde eine Decke. Alters, – oder krankheitsbedingte und bei besonderer Nutzung. Es gibt Pferde, die sich bei Kälte verspannen und das Eindecken Sinn macht. Ebenso Sinn, macht ein Unterstand, in dem sich Pferde vor Nässe und Wind schützen können. Ansonsten sind Pferde sehr gut vor Kälte geschützt und benötigen in der Regel keine Decke.

Pferde kommen mit Kälte besser zurecht, als wir so manchmal denken.
Ihr Komfortbereich liegt zwischen -15 und + 25°C. Zwischen dieser Temperaturspanne arbeitet der Stoffwechsel des Körpers am effektivsten. Die Wohlfühltemperatur der Pferde liegt i.d.R. zwischen 5 und 15°C. Erst ab -15°C setzt die sogenannte Thermoregulation ein.
Thermoregulation ist, wenn der Körper versucht seine „Körpertemperatur“ durch eine gesteigerte Stoffwechselaktivität, zu erhalten. Beim Pferd ist das ab -15°C der Fall.
Ab da braucht das Pferd mehr Energie. Man rechnet, dass bei jedem weiteren Minusgrad 2% mehr Futter benötigt werden. Diese Energie benötigt das Pferd u.a., um sich die Skelettmuskulatur warm zu zittern.
Da Pferde bekanntlich ein Fell haben, das nicht da wäre, wenn es nicht gebraucht würde,
hat diese auch eine sehr wichtige Funktion.
Um die Wärme zu halten, stellen die Haarbalgmuskeln die Deck – und Wollhaare auf. Das dazwischenliegende Luftpolster isoliert das Pferd gegen die Kälte.
Der Haarstrich der Pferde ermöglicht ein Ablaufen von Wasser und verhindert das Aufplustern durch den Wind. Für zusätzlichen Wasserschutz sorgt ein Wasser abweisender Fettfilm, das Sebum. Es wird in den Talgdrüsen. Dieses Sebum schützt Haut und Fell davor auszutrocknen und, dass es durch Nässe aufquillt. Universal gut und es besitzt noch die Gabe einer antiseptischen Wirkung, dh. es schützt die Haut vor Keimen. Um Energie zu sparen, sind manche Pferde im Alltag ja bekanntlich sehr erfinderisch. Doch hat sich die Natur etwas ausgedacht. Die Körpertemperatur wird abgesenkt und die Atmung verlangsamt sich. Was viele Tiere, die in den nördlichen Gefilden unseres Planeten leben, perfektioniert haben, setzten auch Pferde ein. Der Blutfluss in den Ohren, Hufen und Beinen wird reduziert, um eine Verringerung der Körperoberfläche zu erzielen die Wärme abstrahlt. Das Blut wird stärker in den Rumpf „gezogen“. Die Kerntemperatur muss gehalten werden, um die inneren Organe zu schützen. Da opfert man lieber mal ein Ohr.
Aber Pferd ist eben nicht gleich Pferd. Pferde mit dickerer Unterhautschicht haben mehr Fettreserven für die Thermoregulation als dünnere Pferde. Das wuschelige Shetty und der Norweger sind hier wohl die am bekanntesten Vertreter.
Legt sich das Pferd auf eine isolierte Schicht, durchaus kann das auch eine Schneedecke, es muss nicht die gepolsterte Box sein, sinkt der Wärmeverlust auf 80-75%!
Michael Geitner und Alexandra Schmid
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Bild könnte enthalten: Pferd und im Freien

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