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Dual-Aktivierung – Besser als erwartet!

By 3. Juni 2014August 10th, 2014Dualaktivierung

Durch Belohnung wird im Gehirn das sogenannte Dopaminsystem, welches für Belohnung ( und Suchtverhalten) zuständig ist,aktiviert.Es erfolgt eine Dopaminausschüttung, gleichzeitig wird die Angst in den Mandelkernen verringert. Jedoch muss der Effekt der dieses auslöst, „besser als erwartet “ sein, dann lernt das Gehirn. Gehirne vervollständigen Handlungen immer autonom. Das Gehirn versucht also immer vorauszuberechnen was passiert. Wird eine Handlung wie erwartet behandelt, hält sich das Gehirn nicht lange damit auf, weil es den Inhalt ja schon abgespeichert hat und keine Zeit mehr damit verbringen muss. Es erfolgt keine Dopaminausschüttung. Gelernt wird darum am besten, wenn positive Erfahrungen gemacht werden.

Ein Beispiel:
In der Dual-Aktivierung® soll ein Pferd über das Dreieck laufen. Zunächst muss es lernen, sich zu koordinieren. Dann lernt das Pferd, dass es angenehmer und energiesparender ist, auch seine Hinterhand koordiniert durch das Dreieck zu bringen. Der Effekt ist besser als erwartet und eine positive Erfahrung.

  • Dopaminausschüttung
  • Aktivität in den Mandelkernen nimmt ab
  • Gehirn produziert endogene Opioide, daraus resultiert ein gutes Gefühl
  • Opium belohnt und macht süchtig

Die Verhaltenssequenz, die zum Resultat „besser als erwartet“ geführt hat, wird weiterverarbeitet und wahrscheinlicher abgespeichert ,also gelernt. Das Dopaminsystem springt nicht bei Bestrafung an, es ist nur für Belohnung zuständig. Gelernt wird immer, wenn positive Erfahrungen gemacht werden. Das Gelernte ist auf andere Situationen übertragbar.

Thema: Es geht nur um eins….“wer bewegt wen?“
Beitrag: Wichtig ist die richtige Position am Pferd.Dabei geht es nur um eines : wer bewegt wen? Für das Pferd aber, bedeutet dies nichts geringers, als das blosse Überleben zu sichern.Hier wird schon abgeklärt, wer im Ernstfall die Führungsrolle übernimmt.

Pferd und Mensch bilden eine Herde.Einer führt,der Mensch oder das Pferd.Dies hat aber nichts damit zu tun,dass der Mensch mit allen Mitteln seinen Führungsanspruch geltend machen soll,so nach dem Motto: „Du atmest nur, wenn ich es dir erlaube.“ Vielmehr geht es um :wer bestimmt das Tempo und wer die Richtung.Manchmal geht es um Zentimeter.

Bei zuviel Dominanz, oder gar Gewalt, hat man im besten Fall ein Pferd, das artig macht was man von ihm verlangt, aber das Vertrauen und den Respekt hat man sich nicht erarbeitet.Stellt sich die Frage, ob man sich im Ernstfall auf dieses Pferd verlassen kann?
Quelle: Manfred Spitzer : Lernen ; Kapitel 10 Motivation,S.:175-199 2002

 

Weitere Informationen zur Dualaktivierung

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