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Fluchtinstinkt

By 13. Mai 2015Termine

Was wir Menschen am meisten Fürchten im Umgang mit dem Pferd fürchten? Ganz klar, den Fluchtinstinkt. Wird dieser mal ausgelöst, geraten Menschen meist ins Straucheln. Sind Sie schon mal auf einem durchgehenden Pferd Richtung Autobahn unterwegs gewesen?
Den Fehler begangen, ein Pferd zu longieren und dummerweise die Handschuhe vergessen zu haben, als es abgezischt ist? Man versucht das Ross ja noch irgendwie zu halten. Am Meisten haben da Ihre Hände davon … noch Tage später. Warum tun Pferde das? Na, weil sie Fluchttiere sind. Lernt man als Kind ja spätestens beim Basispass. Nicht nur eine Monsterplastiktüte kann eine wilde Flucht auslösen. Was wir nicht vergessen dürfen: Um fluchtfähig zu sein, möchte das Pferd gerne sein Gleichgewicht behalten und nicht aus der Balance kommen. Wir Menschen geben uns manchmal alle Mühe diese Balance zu stören. Geht beim Hufe aufheben los, ( Sie hantieren am Überlebenskapital des Pferdes herum!)und endet in der nicht vollkommenen Reitkunst.
Wenn wir einem Pferd nicht gelernt haben, das Gleichgewicht zu halten, brauchen wir uns manchmal nicht wundern, dass es mit dem Kopf auf Flucht gepoolt ist. Hat ein Pferd Sorge oder gar Angst nicht flüchten zu können, hat es Stress. Hormone tun ihr übriges, um zu verhindern, dass das Pferd ruhig bleibt. Oft reicht beim Reiten oder longieren ein kleiner Taktfehler oder ein ungewohntes Geräusch. Zack … und weg.
Wir können die Triebe besänftigen, nämlich Pferden zu lernen die Balance zu halten und koordiniert zu bleiben. Ist ein Pferd ausbalanciert, haben wir weniger Probleme mit Hufe geben, Longieren und der sich nähernden Autobahn. Nicht das Pferdchen soll die Triebe zähmen, sondern wir sind verantwortlich dafür, dass Pferdchen, trotz Reiter oben drauf, das Gefühl hat, nicht umzufallen und gefressen zu werden.
Michael Geitner&Alexandra Schmid

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