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Herzblut

By 16. Juni 2015Termine

Was haben sie nur an sich, dass sie uns so in ihren Bann ziehen? Vom gestandenen Mannsbild, bis hin zu kleinen Mädchen. Wir sind ihnen regelrecht verfallen, diesen Pferden. Sie verkörpern Eleganz, Temperament, Sanftmut, Freiheit und Geborgenheit. Alleine ihr Geruch ist für Pferdefreunde Parfüm. Hört man ihnen morgens beim Heufressen zu, ist das fast schon eine Art Meditation. Wir fassen sie gerne an und nicht umsonst heißt es: „Das höchste Glück der Erde… “ Na ja, es bricht es uns fast das Herz, wenn wir manchmal mit ansehen müssen, wie ein Teil unsere Spezies mit ihnen umgeht. Da wird geriegelt, gebrochen, unterworfen. Oft ist es nicht mal Bösartigkeit, sondern schlichtweg Hilflosigkeit, weil sie nicht mehr wissen, wie sie das Tier sonst in den Griff bekommen sollen, oder wie das Pferd die geforderte Leistung erbringen soll. Leistung wird gefordert, auf die das Pferd nicht ordentlich vorbereitet wird. Pferde brauchen Führung und werden viel zu oft gezwungen ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, die dann natürlich wieder bestraft werden. Eingesperrt in Boxen, wird das Flucht – und Herdentier zum Höhlen bewohnenden Einzelgänger, dem versucht wird, den Bewegungsdrang auf eine Stunde am Tag zu reduzieren. Andererseits geht es vielen Pferden heutzutage so gut wie nie, seit sie in menschlicher Obhut sind. Aktivställe, ordentliche Ausbildung… Man ist heute, in der Regel, sehr um das Wohl unserer Vierbeiner besorgt und wird ihnen, so gut es eben geht, gerecht. Wir machen uns sehr viele Gedanken, damit sich unsere Partner wohlfühlen. Dafür investieren wir eine Unmenge an Zeit und fast noch mehr Geld. Sie sind es wert und wir tun es doch gerne. Wir bekommen dafür nämlich sehr viel zurück. Das Gefühl eine Einheit mit dem Pferd zu sein, es reagiert auf jeden Gedanken und nimmt einen mit. Sie wissen, was ich meine? Aber auch nur die Bewegungen zu fühlen, das Ausschnauben zu hören, im schnellen Galopp dahinzusausen, bis es einem die Tränen in die Augen treibt.. unbeschreiblich. Über Sprünge zu fliegen oder einfach nur am Sonntagnachmittag gechillt ausreiten gehen. Die Power zu fühlen, wenn zwei Pferde eine Kutsche ziehen, erfolgreich einen Trailparcours zu absolvieren. Nicht nur Reiten, auch die Arbeit am Boden macht unglaublich Spaß. Das Gefühl wenn ein Pferd beginnt Vertrauen aufzubauen und sein Herz in unsere Hände legt, ist unbezahlbar. Unser ganzes Herzblut hängt an ihnen, wir haben sie lieben gelernt und sind einfach nur froh, dass sie uns das erlauben. Es wird Zeit ihnen etwas zurückzugeben!
Michael Geitner und Alexandra Schmid
www.pferde-ausbildung.de
www.pferdetraining-allgaeu.de

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