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Schenkelgehorsam…..

By 12. Januar 2015Termine

Das Wort „Schenkelgehorsam“ hat irgendwie doch etwas von Drill. Das Pferd wird dadurch zu einem Wesen reduziert, das nur Anweisungen ausführt und blind macht, was man von ihm verlangt. Aber das ist, mit Verlaub, völliger Quatsch. Schenkelgehorsam meint weit mehr, als dass Pferde nur auf den Schenkeldruck reagieren. Ich reduziere dieses Wort auch nicht nur auf den Schenkel, sondern beziehe es auf alle Hilfen die vom Reiter kommen, ob vom Boden oder vom Sattel aus. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir Pferde dazu bringen uns zuzuhören und sie aufmerksam halten. So können auch die feinsten Hilfen umgesetzt werden. Pferde fühlen sich sicher, wenn sie ausbalanciert und koordiniert sind. Sicherheit vermittelt auch das Gefühl, einen positionierten Menschen an ihrer Seite zu haben, der weiß was er tut. Hört ein Pferd nicht zu, ist das für den Mensch und das Pferd höchst unerfreulich. Klopfende Absätze, wenn das Pferd nicht vorwärts will, zerrende Zügel, falls die Bremse mal wieder versagt oder die Lenkung ausgeschaltet ist. Um mit Pferden umzugehen, ob nun vom Sattel aus oder am Boden aus, braucht es keine Kraft, sondern Energie. Diese muss nur richtig eingesetzt werden, damit sie das Pferd versteht. Sicher hat jedes Pferd seinen eigenen Charakter, aber egal, ob es nun ein Donnerhallnachkomme oder der Hafi von Nebenan ist, wenn sie zuhören, braucht man keine noch schärfere Kandare, dann reagieren Pferde auf den Hauch einer Hilfe.

Text/ Idee: Michael Geitner u. Alexandra Schmid
Bild: Doris Sigmann
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